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Lußhardt-Grundschule Neulußheim (Druckversion)

Berichte & Bilder

Aktuelle Beiträge & Berichte

Hier finden Sie aktuelle Beiträge und Berichte rund um den Schulalltag an der Lußhardt-Schule.

"Manege frei" - Der Zirkus Bachelli gastiert in der Lußhardtschule

Am 20.07.2017 nach der großen Pause machten sich alle
Schülerinnen und Schüler der Lußhardtschule mit ihren LehrerInnen gespannt auf
den Weg in die Hardthalle. Sie wussten, dass sie dort eine Zirkusvorstellung
von Schülern für Schüler erwartete. Voller Vorfreude setzten sich alle auf die
vorbereiteten Sitzgelegenheiten um die Manege herum. Viele Kinder waren sehr
aufgeregt, da sie selbst noch nie zuvor im Zirkus gewesen sind. Mit dem, was die
Lußhardtschüler aber dann erwartete, hatte niemand gerechnet - eine
überwältigende Darbietung, die auch den größten Zirkusmuffel mitriss und viele
Kinder in Beifallsstürme und Begeisterungsrufe ausbrechen ließ.


Begrüßt wurden die SchülerInnen von einem ganz besonderen
Zirkusdirektor, der nicht wie gewöhnlich in Frack und Zylinder, sondern mit
einem Bauhelm auf dem Kopf die Bühne betrat. Herr Tischer, der Leiter der
Zirkus-AG des Johann-Sebastian-Bach-Gymnasiums in Mannheim, freute sich zum 25.
Jubiläum des Zirkus Bachelli das erste Mal in Neulußheim auftreten zu dürfen.
Was die Gymnasiasten mit den Grundschülern verband, war die Tatsache, dass
beide im Moment auf einer "Baustelle" unterrichtet werden, da in
beiden Schulen Bauarbeiten stattfinden. Passend dazu fand die diesjährige
Zirkustournee unter dem Motto "Am Bau" statt. Die Erzählerin Paulina,
die durch das Programm führte, nahm die Kinder mit auf eine Baustelle, auf der
tagsüber viel gearbeitet wird und sich des Nachts die sonderbarsten Geister und
Fabelwesen herumtreiben. Den Anfang machte ein Bauarbeiter, der den
SchülerInnen sein Talent am Diabolo und den Devil Sticks präsentierte.
Mitgerissen von der fetzigen Musik waren die Kinder sofort in der Zirkuswelt
gefangen und spendeten fleißig Applaus. Die Architekten, die die langen Wege
auf der Baustelle mit Hilfe ihrer Kunstfahrräder zurücklegten, zeigten
beeindruckende Kunststücke, bei denen bis zu vier Akrobatinnen gleichzeitig auf
einem Fahrrad turnten. Die Flaschengeister liefen auf Kugeln, aber damit nicht
genug - sie hüpften von Kugel zu Kugel, jonglierten dabei mit Tüchern, Bällen
und Keulen, sprangen Seil und machten Hula Hoop. Zum krönenden Abschluss bauten
sie eine Ballpyramide, die mit Flaschengeistern bevölkert wurde. Auf einer
richtigen Baustelle darf natürlich auch ein Kran nicht fehlen. Zwei Elfen
turnten an dem "Kran-Trapez" mit einer Leichtigkeit und Kraft
zugleich, die den Zuschauern den Atem stocken ließ. Sechs Akrobatensternchen
stellten die Sternenformationen am Nachthimmel über der Baustelle dar und
begeisterten die Zuschauer mit tollen Hebefiguren. Die Alladinas, die auf ihrem
fliegenden Teppich, zur Baustelle kamen, präsentierten den Kindern zuerst ihr
ziemlich rostig und spitz wirkendes Nagelbrett. Von kindlichen
Entsetzensschreien begleitet setzten, stellten und legten sie sich zu dritt auf
die gefährliche Unterlage. Aber auch die Arbeiten auf der Baustelle mussten
weitergehen. Zum Glück halfen die Heinzelmännchen mit, die auf ihren Einrädern
herangesaust kamen. Ob alleine oder in der Gruppe, die kleinen Helferlein
verstanden ihr Handwerk und zeigten sogar eine Formation, bei der drei
Heinzelmännchen stehend auf den Einrädern mittransportiert wurden. Nach einer
ruhigen, aber ebenso beeindruckenden und sehr präzise einstudierten Tücherjonglage
wurde die Baustelle langsam fertig gestellt. Doch bevor der Kran wieder
abgebaut wurde, nutzten noch zwei kleine Feen die Gelegenheit, ein letztes Mal
an ihm zu turnen. Die waghalsigen Kunststücke, die die beiden gemeinsam oder
alleine am Vertikaltuch vollführten, entlockten vielen Kindern
"Aaahs" und "Ooohs". Damit auch die Möbel und
Einrichtungsgegenstände schnell an ihrem Platz waren, halfen Schneewittchen und
die sieben Zwerge mit. Ihre spektakulären Sprünge über einen Kasten
beeindruckten die Kinder restlos. Und als einer der Zwerge als Höhepunkt über
seine sechs Freunde und Schneewittchen sprang, gab es keine Halten mehr. Zum
großen Finale, "Der Einweihungfeier", kamen alle Bauarbeiter, Geister
und Fabelwesen noch einmal in die Manege und wurden mit tosendem Applaus für
ihre grandiose Vorstellung belohnt, ebenso wie alle fleißigen Helfer vor und
hinter den Kulissen. Frau Rektorin Harz bedankte sich im Namen der ganzen
Schule herzlich bei den Gymnasiasten und Herrn Tischer.


Die SchülerInnen machten sich mit vielen unvergesslichen
Eindrücken auf den Weg ihn ihre Klassenzimmer, aber auch dort war das Thema
"Zirkus" noch nicht beendet. Sofort begannen Diskussionen, welcher
Programmpunkt, der beste war, die Kinder begannen selbst Kunststücke auszuprobieren
und überlegten, welche Dinge vielleicht demnächst einmal Teil des
Sportunterrichts werden könnten.


Niemand hätte im Vorfeld geahnt, wie mitreisend,
professionell und kurzweilig, diese Vorstellung werden würde, aber im
Nachhinein hörte man ausschließlich Aussagen wie "Wow!",
"Cool!", "Krass!" oder "Da wollen wir morgen wieder
hin!"

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